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Wie für Studentenstädte üblich, blüht auch in Marburg die „linke Szene“. Hier, im mehr oder weniger ländlichen Idyll, tummeln sich Antideutsche, Antifas, Feministen, Anarchisten, Ökos und Anhänger sonstiger linker Randgruppen  in trauter pseudo-Harmonie. Denn, wie immer wenn zu viele Linke auf einem Haufen sitzen, werden ihre Ideen und Forderungen von Tag zu Tag weltfremder und weniger konsensfähig. Jeder im Glauben die absolute Wahrheit erkannt zu haben, zerspaltet man sich bei der Diskussion über absolut unwichtige Fragen und verliert das eigentliche Ziel völlig aus den Augen.

Ein wunderbares Beispiel für diese Situation bietet das Studierendenparlament. Anstatt große, fortschrittliche Parteiblöcke zu bilden, existieren haufenweise kleine Splitterparteien mit minimalen Unterschieden (1). „Grün Linke Aktion“, „Grüne Ökologische Liste“, „Grün-bunt alternative Liste“ – kann mir jemand den Unterschied erklären? Vermutlich nicht. Öko sind sie alle, wählen sollte man vermutlich keine.

Es ist der traurige Schlussakt linker Politik: Anstatt gemeinsam voranzuschreiten, meint jeder selbsterklärte Politikversteher seine eigene Chaotentruppe starten zu müssen. Keiner ist bereit im Diskurs eine gemeinsame Lösung zu finden. Ganz wie im Kindergarten: „Wenn ihr nicht macht was ich will, spiele ich nicht mehr mit!“ Der Otto-Normalwähler kann da nur den Kopf schütteln und verzweifelt nach einer Alternative suchen. Und landet dabei leider viel zu häufig beim RCDS.

Dafür gibt es jetzt uns: Mit marxistischer Vernunft gönnen wir euch selten rationale Einblicke in das linke Marburg. Unsere Waffe der Kritik und tugendhafter Pöbelei richtet sich deshalb in erster Linie gegen den Klassenfeind in all seinen Variationen (Kapitalisten, Faschisten, Kriegstreiber, staatstragende Politiker), aber auch gegen die unbewussten Agenten des Klassenfeindes: Antideutsche, linke Antikommunisten, Hippies, Idealisten, Individualisten, pro-imperialistische Menschenrechts-Ideologen. Wir kommentieren sowohl das internationale Tagesgeschehen als auch die Lokalpolitik. Wir entlarven sinnloses Antideutschtum genauso wie lächerliches Öko-Gutmenschentum. Wir sprechen für die Linke, die nicht irgendwo zwischen Drogenkonsum und Gender-Mainstreaming wichtige Mengen an Hirnzellen vorloren hat. 1989/90 ist nicht das Ende der Geschichte. Wir prügeln die Vernunft wieder in die deutsche Linke mit dem Ziel, eine demokratische Gegenmacht zur neoliberalen Übermacht aufzubauen. Und vor allem haben wir Recht.

„Mag das Leben sterben: der Tod darf nicht leben.“ (Karl Marx)

Einzelnachweise
(1) Ergebnisse der StuPa Wahl vom 12.7.2012. Link. asta-marburg.de. Zugriff am 14. 1. 2013.

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